BW Krefeld II - TTC Homberg I 2:9

Kategorie: 1. Herren

Über „Ultra-Spin“, Kaiserschnitt und Monster-Rückhand: Der überragende Sieg der Homberger Jungs in Krefeld

„Vorbericht“:

Nach einem kurzen Auftritt in Schaephuysen (Anmerkung des Redakteurs: 9:0 Sieg für die Homberger Jungs am vergangenen Samstag) reiste die erste Herrenmannschaft des TTC am Montag nach Krefeld, wo das vorgezogene Spiel gegen Blau Weiß Krefeld II bestritten werden sollte.

Homberg und Krefeld II traten in ihrer „Bestbesetzung“ (Homberg mit den ersten sechs Spielern, Manager „Metti“ Terworth mit konditionellen Defiziten im Abschlusstraining auf dem Heim-Crosser) an, somit war fachkundigen Experten des regionalen Tischtennis-Sportes bewusst, dass es ein Duell auf Augenhöhe werden würde. Der Blick auf die TTR-Werte offenbarte leichte Vorteile für Homberg, die auch als „kleiner“ Favorit und Tabellenführer in die Partie gingen.

Der Ablauf des Spiels:

Die Doppel verliefen zufriedenstellend: Zwar verloren Löbe und Kasper ihr Doppel gegen das gut aufspielende Doppel 1 der Gegner (Wienands/ Wienands) denkbar eng im fünften Satz, doch Kurscheit/ Timmerman und Grewing/ Licht konnten zwei Doppelsiege für die Homberger einfahren.

Nachdem das erste Duell im oberen Parkkreuz einen Sieg und eine Niederlage einbrachte, konnte Timmerman das erste knappe Einzel im vierten Satz gegen den Abwehrer Dieckmann für sich entscheiden. Nach seinem Spiel setzte eine Flut an 5-Satz-Spielen ein, die aber alle zu Gunsten der Homberger Jungs endeten. Der Blick in den Spielplan bietet letztlich nur einen kleinen Einblick in die Dramatik der einzelnen Spiele. Die Videos, die live vor Ort auf Facebook gestreamt wurden, vermögen aber zu dokumentieren, wie knapp es in Krefeld zuging. Fest steht in jedem Fall: Mit dem Einsatz der Streamfunktion besserte sich die Effizienz der Homberger. Mit dem Bewusstsein zahlreiche Zuschauer und kritische Fachleute vor die heimischen Bildschirme gelockt zu haben, gelang die völlige Fokussierung auf das Spiel. Kurscheit (11:6), Kasper (11:9), Licht (12:10), Grewing (11:4) und Löbe (11:8) sicherten sich die Siege im finalen fünften Satz! Dabei ist zu erwähnen, dass einige Spiele „schon fast weg“ waren- die Buchmacher hätten keine Unsummen auf Licht, Grewing und Löbe gesetzt, die alle drei nach einem Satzrückstand zurückkamen. (Anmerkung Kasper: „Starke Sache vong Mentalität und Spielerskill her.“)

Einordnung/ Bewertung:

Mit dem 9:2 Sieg in Krefeld wurde der „größte“ Erfolg in der laufenden Saison eingefahren. Mit Krefeld begegnete uns eine Mannschaft, die mental und spielerisch auf unserem Niveau war. Die Krefelder hatten sich nach ihrer 0:9-Niederlage im Hinspiel in Homberg (Anmerkung: Damals in stark geschwächter Aufstellung) einiges vorgenommen, wurden enttäuscht, sind aber bestimmt in der Lage den Hülsern, gegen die sie am 28.01 in gleicher Aufstellung spielen werden, einiges entgegenzusetzen!

Die Erklärung zum Erfolg sind vielfältig:

Löbe, von Kennern der Szene auch „Guardiola des TTC“ genannt, führt den „Ultra-Schnitt“ als wesentliche Facette seines Erfolges an. Kurscheit verweist- nicht zu Unrecht- auf den Kaiserschnitt, der oft den Unterschied ausmacht. Bei den prominenten Linkshändern der Mannschaft war es wieder einmal die technisch brillierende Rückhand, die kontinuierlich und mit „Oberliga“-Niveau einschlägt und enge Spiele entscheidet. Der entscheidende Grund war aber wohl, dass die Einstellung und auch die Tagesform aller Akteure stimmte!

Danke an dieser Stelle dem geduldigen Leser, den Zuschauern vor Ort (Frank und unsere Supporter aus Hüls- danke Jungs!) und den „Mitfieberern“ vor dem Smartphone/ Computer! Gegen Hüls werden wir keine Mitschnitte streamen- zu diesem Spiel erwarten wir einige Leute in der Halle.

Ein besonderes Dank auch an Alessio, Olga und „Metti“ Terworth- bleibt so wie ihr seid.

Text: Christian Timmerman

 
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