Die nächste Regeländerung

Viele haben irgendwann wohl schon mal davon gehört. Dann ist es still geworden. Und jetzt ist sie da: Die neue Aufschlagregel.
Die Regel gilt seit dem 1. Juli bundesweit und seit dem 1. September weltweit. Damit sind nun schon drei Regeländerungen unter dem amtierenden ITTF-Präsidenten Adham Sharara in Kraft getreten. (siehe dazu auch: Neue Zählweise beschlossen)

Kurzfassung der Regel:

Der Ball darf weder mit dem Körper noch mit dem Arm, der Schulter oder der Kleidung verdeckt werden.

Dadurch soll es den Rückschlägern und Schiedsrichtern möglich sein, den Ball während der gesamten Aufschlagphase zu sehen. Für den Aufschläger heißt das insbesondere, dass er den freien Arm schnellstmöglich aus dem Weg zu nehmen hat.

Erläuterungen:

Um sich an die neue Aufschlagregel halten zu können, ist es hilfreich, sich Folgendes vorzustellen.
Man denkt sich eine dreieckige Fläche mit den Netzpfosten und dem Ball als Eckpunkte. Diese Fläche dehnt man bis Kopfhöhe zu einem Raum aus. In genau diesem Raum darf kein Teil des Körpers oder der Kleidung hineinragen.

Der genaue Regeltext:

(Quelle: http://db.tischtennis.de/web/ttinternet.nsf/vwweblinks/Meldung608)
Stand: 17. Juni 2002

2.6 Vorschriftsmäßiger Aufschlag 2.6.1 Der Aufschlag beginnt damit, dass der Ball frei auf dem geöffneten Handteller der ruhig gehaltenen freien Hand des Aufschlägers liegt.

2.6.2 Der Aufschläger wirft dann den Ball, ohne ihm dabei einen Effet zu versetzen, nahezu senkrecht so hoch, dass er nach Verlassen des Handtellers der freien Hand mindestens 16 cm aufsteigt und dann herabfällt, ohne etwas zu berühren, bevor er geschlagen wird.

2.6.3 Wenn der Ball herabfällt, muss der Aufschläger ihn so schlagen, dass er zunächst sein eigenes Spielfeld berührt und dann über die Netzgarnitur oder um sie herum direkt in das Spielfeld des Rückschlägers springt oder es berührt. Im Doppel muss der Ball zuerst die rechte Spielfeldhälfte des Aufschlägers und dann die des Rückschlägers berühren.

2.6.4 Der Ball muss sich vom Beginn des Aufschlags bis er geschlagen wird oberhalb der Ebene der Spielfläche und hinter der Grundlinie des Aufschlägers befinden und darf durch keinen Körper- oder Kleidungsteil des Aufschlägers oder seines Doppelpartners für den Rückschläger verdeckt werden.

2.6.5 Es liegt in der Verantwortlichkeit des Spielers, so aufzuschlagen, dass der Schiedsrichter oder der Schiedsrichter-Assistent sehen kann, ob der Aufschlag in allen Punkten der Aufschlagregel entspricht.

2.6.5.1 Falls kein Schiedsrichter-Assistent eingesetzt wurde und der Schiedsrichter Zweifel an der Zulässigkeit eines Aufschlages hat, kann er beim ersten Vorkommnis dieser Art in einem Spiel den Aufschläger verwarnen, ohne dies

als Fehler zu werten.

2.6.5.2 Wenn später im selben Spiel aus dem gleichen oder irgendeinem anderen Grund erneut Zweifel an der Zulässigkeit des Aufschlags dieses Spielers oder seines Doppelpartners bestehen, erhält der Rückschläger den Punkt.

2.6.5.3 Verstößt der Aufschläger jedoch eindeutig gegen die Bestimmungen über einen vorschriftsmäßigen Aufschlag, so wird nicht verwarnt, sondern der Rückschläger erhält den Punkt.

2.6.6 In Ausnahmefällen kann der Schiedsrichter die Bestimmungen der Aufschlagsregel lockern, wenn er überzeugt ist, dass ein Spieler sie wegen einer Körperbehinderung nicht einhalten kann.

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