(bert) Bezirksvorsteherin Hildegard Fischer ist nach eigenem Bekunden "ein ausgesprochen optimistischer Mensch". Entsprechend ermutigend fiel ihr Befund beim Neujahrsempfang der Sportvereine des Bezirks Homberg/Ruhrort/Baerl aus. Was kann man tun, wenn Ebbe in der Stadtkasse herrscht? Am besten nichts von alledem, was weise Finanzexperten uns raten, machte die Bezirksvorsteherin deutlich. Vor allem: Nicht aufhören, sondern anfangen - mit dem Sport natürlich. Sinn und Ziel unserer Bildungspolitik könne nicht sein, "dass ein blitzgescheiter Kopf auf einem kranken Körper sitzt", meinte Fischer und berief sich auf den Humanisten und Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi.
In Anwesenheit der Vorsitzenden des Sportausschusses Rainer Enzweiler, des Sportamtsleiters Heinz-Gerd Janßen, und Vertretern aus Rat und Bezirksvertretung betonte die Bezirksvorsteherin: "Gerade die zahlreichen Sportvereine leisten in Bezug auf die Eintwicklung von Kindern und Jugendlichen eine herausragende und verantwortungsvolle Arbeit als wertevermittelnde, ehrenamtliche Akteure."
Keine Frage: "Das sportliche Highlight des neuen Jahres sind die World Games 2005." Hildegard Fischer verriet in ihrer Vorschau aber auch neue Überlegungen der Politik: "Aus zwei Sportplätzen, dem Platz an der Halener Straße in den Haesen und dem an der Rheinpreußenstraße einen modernen Sportstätte für den Schul- und Vereinssport zu schaffen, ist in der Diskussion." Enzweiler warb einmal mehr für World Games. Seine herzliche Bitte: "Arbeiten Sie mit. Wir können noch ehrenamtliche Helfer aus den Vereinen gebrauchen."
Den inoffiziellen Teil des Abends nutzen einige Vereinsvertreter, um sich bei "unserer guten Fee in der Verwaltung", Ursula Hinrichs, zu bedanken. So auch Wolfgang Bouvret, Vorsitzender des TTC Homberg. Tischtennis boomt. Waren es vor Jahresfrist gerade mal sechs Jugendliche, so sind es inzwischen deren 23, die den kleinen Zelluloidball übers Netz schlagen. Das Problem: "Wir platzen aus allen Nähten benötigen mehr Hallenstunden." Ursula Hinrichs möge es richten. Und was bleibt, wenn, wie beim Billard, der Nachwuchs fehlt? Helmut Rudek, Gründungs- und Vorstandsmitglied des Homberger BC: "Die Erinnerung und Hoffnung auf bessere Zeiten."