17.02.2016 Senioren 40 TTC Homberg - VFL Rheinhausen 6:4

Kategorie: Senioren 40

Neues von den Oldies!

 

Nachdem am 26.01. das Spiel in Meerbusch überraschend deutlich mit 6:1 von uns in der Aufstellung Wenz, Peltz, Clouth und Pittlik gewonnen wurde, da nur das Doppel Wenz/Clouth patzte, stand am 17.02. das Spiel gegen den neuen Titelaspiranten VfL Rheinhausen auf dem Programm. Diese hatten zuvor den Tabellenführer aus Kempen geschlagen.

Der Abend begann zunächst wie erwartet, da die Rheinhausener mit der stärksten Aufstellung antraten. Wir rechneten uns aufgrund der Besetzung keiner realistische Chance aus, da die Summer der TTR-Punkte eindeutig für Rheinhausen mit einem Plus von über 180 Punkten sprach.

So machten wir in der Aufstellung Licht, Wenz, Peltz und Clouth gute Miene zum voraussichtlich schnell verlaufenden „Abschuss“. Bei beiden Doppeln (Peltz/Wenz und Licht/Clouth) ergaben sich synchron verlaufenden Satzverläufe. Der erste wurde gewonnen, der Nächste verloren, dann wieder gewonnen und wieder verloren. Es ging also überraschenderweise jeweils in den Fünften. Hier aber hatten in beiden Doppeln die Rheinhausener jeweils klar die Kontrolle über den Spielverlauf und gewannen letztlich verdient. Ein erstes Ausrufezeichen war aber gesetzt.

Das obere Paarkreuz mit Licht und Wenz konnte ihren Gegnern Herzig und Mühlenbrock allerdings nichts entscheidend entgegensetzen und so verliefen wiederum die Spiele synchron mit 3:0 für die Gäste. Genau diese Erwartung war für das Spiel von Wenz gegen Mühlenbrock befürchtet worden aber bei Licht gegen Herzig wäre gemäß dem Verlauf aus dem Hinspiel mehr zu erwarten gewesen, aber der Gegner liegt unserem Michael Licht nicht sonderlich.

Ohne große Erwartungen und nur als Trainingsspiel ging Michael Peltz an die Platte im Spiel gegen Hinz, der in der Hinrunde noch oben gespielt hatte. In einem spannenden Spiel schöpfte Michael nach den ersten beiden verlorenen Sätzen aber wieder langsam Mut und konnte von nun an „locker“ den Gegner kommen lassen und erspielte sich mit zunehmender Verunsicherung des Gegners die weiteren drei Sätze. Der „Ehrenpunkt“ war wenigstens geschafft.

Eine offene Rechnung aus dem Hinspiel hatte auch Harald Clouth mit seinem Gegner Fischer noch offen und nach knapp verlorenem ersten Satz „fischte“ sich Harald mit zum Teil knallharten Schüssen die folgenden drei Sätze. Damit keimten erste Hoffnungen bei uns trotz des Zwischenstandes von 2:4 wieder auf.

Große Chancen rechneten wir uns aber in beiden Einzeln des oberen Paarkreuzes nicht aus. Im Spiel von Michael Licht gegen Mühlenbrock war nach dem gewonnenen ersten Satz alles vorbei, da der Gegner „verletzt“ aufgab, da er gegen das Spiel in die Ecken sich nicht genug bewegen konnte und so stand es dann 3:4.

Die Nerven zu behalten gelang in den beiden ersten Sätzen an der anderen Platte Andreas Wenz besser als seinem Kontrahenten Herzig und so konnte er sich mit jeweils 12:10 eine 2:0 Satzführung sichern. Der dritte Satz sollte aber die Wende bringen, da Andreas eine leichte Führung nicht bis zum Satzgewinn retten konnte. Der Gegner hatte nichts mehr zu verlieren und wurde mit dem letzten Mut immer stärker und gewann schließlich diesen Satz. Im anschließenden vierten Satz dominierte aber klar der Gegner, da er die besseren Returns spielte und so seine Vorhand- und Rückhand-Topspins fett durchprügeln konnte. Der Satzausgleich war damit leider wieder hergestellt und der Fünfte musste die Entscheidung bringen. Hier gelang es Andreas seine Aufschläge besser, flacher und vor allem mit Unterschnitt zu platzieren, so dass nur ein gemäßigterer Rückschlag des Gegners möglich war und die Angriffsbemühungen nicht sofort zum Erfolg führten. Stattdessen wurden auch mal Returns „verschlagen“ oder Topspins konnten mittels Block oder Gegentopspin zurückgebracht werden. Ein knapper Verlauf ergab sich in diesem Fünften, den Andreas bei eigenem Aufschlag zu einem 11:9 für sich nutzen konnte. Neuer überraschender Spielstand 4:4!

Nach diesem unerwarteten Zwischenstand wollten wir jetzt das „Unmögliche“ und hofften auf zwei weitere Siege im unteren Paarkreuz. Im Spiel der beiden an drei gesetzten Spieler Michael Peltz gegen Fischer) trafen zwei Rückhand-Noppenspieler aufeinander. Den besseren „Dreh raus“ hatte dabei wohl unser Michael, da er die ersten beiden Sätze zu 8 und zu 7 für sich entscheiden konnte. Im dritten Satz konnte sich der Rheinhausener knapp mit 12:10 behaupten. Aber Michael konnte im vierten Satz alles klar machen, da er zu seinem „Trainingsspiel“ wieder zurückfand und zu 8 den Satz und Punkt sichern. Ein Unentschieden war damit sensationell bereits gesichert.

Im letzten Spiel des Abends von Harald Clouth gegen Hinz konnte jetzt die Entscheidung sogar zu einem Sieg für uns fallen. Es entbrannte ein packendes Spiel und Harald musste den ersten Satz zu 8 abgeben. Jetzt war aber Schluss mit „Eingewöhnen“ an die Spielweise des Gegners und Harald gelangen sensationellen Schüsse gegen die teils harten Topspins und ließen den Gegenspieler teilweise verzweifeln so dass Harald beide folgenden Sätze zu 3 und zu 2 deutlich für sich entscheiden konnte. Ein Aufbäumen des Gegners und Besinnen auf seine Stärken in Verbindung mit einem ungebremsten Mut zum Angriff brachten Harald im Vierten leider mit letztlich 8:11 auf die Verliererstraße und so stand es 2:2. Doch Harald hatte an diesem Abend keine Lust dem Gegner letztlich zu gratulieren und wollte unbedingt gewinnen. Er stellte etwas sein Spiel um und konnte so wieder mehrere Angriffe des Gegners retournieren und für diesen teils unerreichbar platzieren. Dies sorgte für einen ausgeglichenen Satzverlauf und Harald spielte mutig bis zum Satzende. Hier wurde der Gegner etwas unsicher und vergab eigene Chance. Harald konnte bei eigenem Aufschlag gute Angaben platzieren und „erzwang“ so nervenstark das bessere Ende für sich mit 11:9.

Ein grandioser Sieg war perfekt!

 

Beim anschließenden Bierchen hörten wir dann vom Gegner die verschiedensten „Ausreden“ und „Begründungen“ für diese Niederlage aus ihrer Sicht, die es aber nicht schafften uns diesen sensationellen Sieg madig zu machen. Demnächst steht das Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten TS Krefeld und dann das abschließende Heimspiel gegen die Kempener an, die uns in der Hinrunde die einzige Niederlage eingebracht hatten.

(Text: Andreas Wenz)

 

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